Was in den Vorrat gehört – und was in den meisten Listen fehlt

Das BBK empfiehlt einen Vorrat für mindestens 72 Stunden ohne öffentliche Versorgung. Beim Wasser wird das meist auf eine Zahl reduziert: 2 bis 3 Liter pro Person und Tag zum Trinken. Was fehlt: Hygiene, Aufbereitung, Sonderfälle. Hier die vollständige Liste.

water_drop2–3 Literpro Person und Tag, reines Trinken
wash+2–3 Literzusätzlich für Hygiene und Kochen
event72 StundenMindestzeitraum laut BBK

1. Trinkwassermenge

Bei 3 Litern pro Tag und 72 Stunden: 9 Liter pro Person. Für vier Personen 36 Liter – ohne Kochen, ohne Zähneputzen. Mit diesen Posten liegt der realistische Bedarf eher bei 5 bis 6 Litern pro Person und Tag.

2. Behälter

Lebensmittelechte Kanister oder Originalgebinde. Standort so wählen, dass er auch ohne Strom oder Aufzug erreichbar bleibt. Ein Vorrat im hintersten Kellerabteil nützt wenig, wenn der Zugang blockiert ist.

3. Aufbereitung

Der Vorrat beantwortet nicht, was nach 72 Stunden passiert, wenn die Versorgung noch nicht zurück ist. Filtertabletten für den kurzfristigen Bedarf, ein mobiles System wie das Varuna ONE für längere Ausfälle. Das verlängert die eigene Unabhängigkeit über den reinen Vorrat hinaus.

4. Hygienewasser getrennt einplanen

Händewaschen, Zähneputzen, Körperhygiene – das kostet mehr Wasser, als die meisten Listen ansetzen. Ein separater Vorrat, nicht als Trinkwasser deklariert, aus Regenwasser oder gelagertem Leitungswasser, entlastet den Trinkwasservorrat.

5. Sonderfälle

Säuglinge und Kleinkinderhöherer Bedarf
Ältere oder kranke Haushaltsmitgliederggf. Sonderbedarf
Haustiereeigener Posten

6. Beschriften und rotieren

Befüllungsdatum auf jeden Behälter. Austausch alle 6 bis 12 Monate. Ein fester Termin – Zeitumstellung im Frühjahr und Herbst – verhindert, dass die Rotation einschläft.

checklistKurzfassung: Trinkwassermenge nach Personenzahl · beschriftete, lebensmittelechte Behälter · Hygienewasser separat · Aufbereitung für den Fall einer längeren Ausfallzeit · Sonderbedarf für Kinder, Kranke, Haustiere · fester Rotationstermin.

Was diese Liste nicht ersetzt

72 Stunden sind eine Untergrenze, kein Ziel. Der Staat selbst plant, wie im Beitrag zur staatlichen Wassersicherstellung beschrieben, mit deutlich längeren Zeiträumen. Wer zusätzlich eine eigene Quelle und ein Aufbereitungssystem hat, bleibt auch danach unabhängig.

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